Feldsalat einfach und schnell zubereiten: Rezepte für jeden Anlass
Zarte Blätter, ein leicht nussiges Aroma und ein Dressing aus wenigen Zutaten: Feldsalat braucht nicht viel, um gut zu schmecken. Als Beilage ist er ebenso praktisch wie als Vorspeise für Gäste. Mit Nüssen, Obst oder herzhaften Zutaten lässt sich das Grundrezept leicht verändern. Entscheidend sind gründliches Waschen, vorsichtiges Trocknen und der richtige Zeitpunkt fürs Dressing.
Feldsalat gründlich waschen: So verschwindet der Sand
Zwischen den kleinen Blättern und am Wurzelansatz können Erde und Sand sitzen. Ein kurzes Abspülen im Sieb erreicht diese Stellen nicht immer zuverlässig.
- Putzen: Welke oder beschädigte Blätter entfernen. Die Wurzelenden knapp abschneiden, sodass die Blattrosetten möglichst zusammenbleiben. Stark verschmutzte Rosetten bei Bedarf auseinandernehmen.
- Waschen: Eine große Schüssel mit kaltem Wasser füllen. Feldsalat hineingeben und vorsichtig mit den Händen bewegen.
- Herausheben: Den Salat aus dem Wasser nehmen, damit abgesetzter Sand in der Schüssel bleibt. Das Wasser wegschütten und den Vorgang mit frischem Wasser wiederholen, bis keine Sandreste mehr zurückbleiben.
- Trocknen: Gut abtropfen lassen und behutsam in einer Salatschleuder trocknen. Ohne Schleuder auf einem sauberen Geschirrtuch ausbreiten und vorsichtig trocken tupfen.
Langes Einweichen ist unnötig. Gründlich waschen bedeutet hier vor allem, das Wasser bei Bedarf mehrfach zu wechseln.
Feldsalat-Rezept: einfaches Grundrezept mit Senfdressing
Dieses Rezept reicht für vier kleine Beilagenportionen oder zwei Vorspeisenportionen. Plane etwa 15 Minuten ein; bei sehr sandigem Salat etwas mehr.
Zutaten
- 200 g Feldsalat
- 1 kleine Schalotte, nach Geschmack
Für das Dressing:
- 3 EL Rapsöl oder mildes Olivenöl
- 1 EL Weißweinessig oder Apfelessig
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- bei Bedarf 1–2 TL Wasser
Zubereitung
Den Feldsalat wie oben beschrieben putzen, waschen und trocknen. Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln.
Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer verrühren. Anschließend das Öl mit einem kleinen Schneebesen unterschlagen, bis sich alles gut verbindet. Alternativ sämtliche Dressingzutaten in ein verschließbares Glas geben und kräftig schütteln. Die Schalottenwürfel hinzufügen.
Das Dressing abschmecken. Ist es zu kräftig, zunächst einen Teelöffel Wasser ergänzen. Den Feldsalat erst unmittelbar vor dem Essen locker mit dem Dressing vermengen. Zunächst etwas weniger verwenden und nach Bedarf nachgeben: Die Blätter sollen leicht überzogen sein, ohne in der Soße zu liegen.
Dazu passen Brot, Kartoffelgerichte oder ein Stück gebratener Fisch.
Welches Feldsalat-Dressing passt zu welcher Variante?
Das Senfdressing ist ein vielseitiger Ausgangspunkt. Mit kleinen Änderungen lässt es sich an die übrigen Zutaten anpassen.
Zu Äpfeln und Birnen passt Apfelessig besonders gut. Sind die Früchte sehr süß, genügt oft ein halber Teelöffel Honig. Für mehr Nussaroma einen Esslöffel des Rapsöls durch Walnussöl ersetzen.
Zu herzhaften Zutaten wie Speck, Pilzen oder Käse darf das Dressing etwas säuerlicher sein. Den Honig reduzieren und bei Bedarf wenige Tropfen Essig ergänzen. Bei salzigen Zutaten erst nach dem Zusammenstellen abschmecken.
Für eine cremige Variante 3 EL Naturjoghurt, 1 EL Öl, 1 TL Senf und 1–2 TL Zitronensaft verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und gegebenenfalls mit etwas Wasser verdünnen. Dieses Dressing ersetzt die Vinaigrette vollständig.
Vier Varianten für unterschiedliche Anlässe
Die folgenden Mengen ergänzen jeweils das Grundrezept mit 200 g Feldsalat.
Mit Walnüssen und Apfel für den Alltag
40 g Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze kurz rösten. Dabei häufig wenden und anschließend abkühlen lassen.
Einen knackigen Apfel waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Zusammen mit den Nüssen auf dem angemachten Feldsalat verteilen. Apfelessig im Dressing verbindet die fruchtige und nussige Note. Wer mag, ersetzt den Apfel durch eine feste, reife Birne.
Mit Orange und Feta als Vorspeise
Eine große Orange so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Die Fruchtfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden und den austretenden Saft auffangen. 80 g Feta zerbröseln.
Orange und Feta auf vier kleinen Salattellern verteilen. Einen Teelöffel Orangensaft ins Grunddressing rühren und den Honig zunächst weglassen. Erst nach dem Probieren nachsüßen. Diese Variante passt gut als Auftakt zu einem Essen mit Gästen.
Mit Pilzen und Croûtons zum Abendessen
250 g Champignons putzen, in Scheiben schneiden und mit 1 EL Öl anbraten, bis sie Farbe bekommen. Salzen, pfeffern und etwas abkühlen lassen.
Zwei Scheiben Brot würfeln und separat mit wenig Öl knusprig rösten. Pilze und Croûtons erst beim Servieren auf den Salat geben. Für zwei Personen wird daraus mit zusätzlichem Brot eine unkomplizierte kleine Mahlzeit.
Mit Speck und Ei als herzhafter Klassiker
80 g Speckwürfel knusprig auslassen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zwei hart gekochte Eier schälen und vierteln.
Den Feldsalat mit dem Dressing anmachen, Speck und Eier darauf verteilen. Wegen des Specks sparsam salzen. Pellkartoffeln als Beilage machen die Kombination zu einem sättigenden Essen.
So bleibt Feldsalat bis zum Servieren frisch
Feldsalat möglichst frisch kaufen und innerhalb von ein bis zwei Tagen verarbeiten. Für die Lagerung eignen sich eine Dose oder ein leicht feuchtes Tuch im Gemüsefach. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt in seinen Tipps zum Lagern und Zubereiten von Salaten außerdem, Blattsalat getrennt von Obst und Tomaten aufzubewahren und die Soße erst kurz vor dem Essen hinzuzugeben.
Für Gäste kannst du den Salat einige Stunden vorher waschen und sorgfältig trocknen. Locker in eine mit Küchenpapier ausgelegte Dose legen und bis zum Anrichten kühlen. Dressing separat aufbewahren; Nüsse und Croûtons trocken lagern. Warme Zutaten etwas abkühlen lassen, bevor sie auf die Blätter kommen.
Wenn du Feldsalat einfach und schnell servieren möchtest, steht damit alles bereit: Kurz vor dem Essen das Dressing unterheben, die vorbereiteten Zutaten darübergeben und direkt auf den Tisch bringen.